Die Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) garantiert Betreibern von Photovoltaik-Anlagen einen festen Satz je eingespeister Kilowattstunde. 2026 sinken die Sätze weiter — und für Investoren wird die marktbasierte Vermarktung wichtiger. Dieser Ratgeber zeigt die aktuellen Werte und ordnet sie ein.
Wie hoch ist die Einspeisevergütung 2026?
Für PV-Anlagen, die zwischen dem 1. Februar 2026 und dem 31. Juli 2026 in Betrieb gehen, gelten folgende Sätze (Quelle: Bundesnetzagentur / § 48 ff. EEG, Stand 07/2026); besondere Solaranlagen wie Agri-PV haben davon abweichende, erhöhte Werte:
| Leistung | Teileinspeisung (Überschuss) | Volleinspeisung |
|---|---|---|
| bis 10 kWp | 7,78 ct/kWh | 12,34 ct/kWh |
| 10 bis 40 kWp | 6,73 ct/kWh | 10,35 ct/kWh |
| 40 bis 100 kWp | 5,50 ct/kWh | 10,35 ct/kWh |
Der Teileinspeisung (Überschusseinspeisung) liegt zugrunde, dass Sie einen Teil des Stroms selbst verbrauchen und nur den Überschuss einspeisen. Bei Volleinspeisung speisen Sie den gesamten erzeugten Strom ein und erhalten dafür den höheren Satz.
Degression: die Sätze sinken weiter
Seit dem 1. Februar 2024 werden die Fördersätze alle sechs Monate um 1 % abgesenkt. Zum 1. August 2026 folgt daher die nächste Kürzung um ein weiteres Prozent. Der Trend ist eindeutig: Die garantierte Einspeisevergütung wird von Jahr zu Jahr unattraktiver.
Keine Vergütung bei negativen Strompreisen
Seit dem 25. Februar 2025 erhalten Betreiber neuer PV-Anlagen in Zeiten negativer Börsenstrompreise keine Einspeisevergütung mehr — typischerweise an sonnigen Mittagsstunden, wenn zu viel Solarstrom im Netz ist. Die nicht vergüteten Zeiträume werden ans Ende der 20-jährigen Förderdauer angehängt.
Wie lange gilt der Satz?
Der bei Inbetriebnahme festgelegte Satz ist 20 Jahre garantiert. Wer 2026 einspeist, sichert sich also die 2026er-Konditionen für zwei Jahrzehnte — allerdings zunehmend eingeschränkt durch die Negativpreis-Regel.
Was die sinkende Einspeisevergütung für Investoren bedeutet
Für Kapitalanleger ist die Entwicklung aufschlussreich: Das klassische Einspeisemodell verliert an Wert, während marktbasierte Erlöse wichtiger werden. Genau hier setzt das Investment in Batteriegroßspeicher an:
- Unabhängig von der Einspeisevergütung. Ein Batteriespeicher verdient nicht über einen garantierten Einspeisesatz, sondern über den Handel mit Strom (Arbitrage) und Systemdienstleistungen wie die Primärregelleistung (FCR). Diese Erlöse folgen dem Markt, nicht dem EEG.
- Negative Strompreise sind hier ein Vorteil. Was für PV-Einspeiser ein Nachteil ist (keine Vergütung), ist für Speicher eine Chance: günstig oder sogar bei negativen Preisen laden und zu Hochpreiszeiten verkaufen.
Wie ein Batteriespeicher konkret Geld verdient, erklärt der Ratgeber Wie ein Batteriespeicher Geld verdient; die Entwicklung der zugrunde liegenden Preise behandelt die Strompreis-Entwicklung.
Häufige Fragen
Kompakte Antworten auf die Fragen, die uns zu diesem Thema am häufigsten erreichen.
Für neue PV-Anlagen bis 10 kWp, die zwischen dem 1. Februar und 31. Juli 2026 in Betrieb gehen, beträgt die Einspeisevergütung 7,78 ct/kWh bei Teileinspeisung und 12,34 ct/kWh bei Volleinspeisung. Für 10–40 kWp sind es 6,73 bzw. 10,35 ct/kWh (Quelle: Bundesnetzagentur, Stand 07/2026).
Seit Februar 2024 werden die EEG-Fördersätze alle sechs Monate um 1 % abgesenkt (Degression). Ziel ist es, die Förderung an die sinkenden Anlagenkosten anzupassen. Zum 1. August 2026 folgt die nächste Kürzung.
Seit dem 25. Februar 2025 erhalten Betreiber neuer PV-Anlagen während negativer Börsenstrompreise keine Einspeisevergütung. Die betroffenen Zeiträume werden an das Ende der 20-jährigen Förderdauer angehängt.
Nein. Ein Investment in einen Batteriegroßspeicher verdient nicht über die Einspeisevergütung, sondern über marktbasierte Erlöse wie Stromhandel (Arbitrage) und Regelleistung. Diese sind unabhängig vom EEG-Satz — negative Strompreise können für Speicher sogar vorteilhaft sein.
Dieser Ratgeber gibt den Stand 07/2026 wieder. Die verbindlichen Sätze veröffentlicht die Bundesnetzagentur; sie hängen vom genauen Inbetriebnahme-Datum, der Anlagenleistung und der Einspeiseart ab.

