Batteriespeicher in Deutschland: die Zahlen 2026

Batteriespeicher in Deutschland 2026: Bestand, Zubau, Day-Ahead-Preise und -Spreizung, negative Stunden, FCR- und aFRR-Preise — mit Quelle und Abrufdatum.

Batteriespeicher in Deutschland: die Zahlen 2026

Das Wichtigste in Kürze

  • Am 1. Oktober 2026 waren 7,72 GWh Großbatteriespeicher ab 1 MW registriert; der laufende Jahreszubau übertraf bereits 2025.
  • Im September 2026 stieg die Tagesspreizung gegenüber dem Vorjahr um 36 Prozent, während der positive aFRR-Leistungspreis um rund zwei Drittel fiel.
  • Registerzahlen brauchen Abrufdatum und Abgrenzung; Marktpreise und theoretische Spreizungen belegen keine tatsächlich erzielten Speichererlöse.
In diesem Artikel8 Kapitel

Diese Seite versammelt die belegbaren Kennzahlen zum deutschen Batteriespeicher-Markt an einem Ort: Bestand und Zubau aus dem Marktstammdatenregister, Großhandelspreise, Tagesspreizung und negative Stunden aus SMARD, die Leistungspreise der Primär- und der Sekundärregelleistung von regelleistung.net, dazu die geltende Netzentgeltregel. Jede Zahl trägt Einheit, Zeitraum, Quelle und Abrufdatum — und einen Satz dazu, was sie nicht aussagt. Stand der Erhebung: 01.10.2026; bei jeder Aktualisierung werden die Werte samt Abrufdatum ersetzt.

Was die Zahlen für ein Batteriespeicher-Investment bedeuten, ordnen der Markt-Hub und der Artikel Wie verdient ein Batteriespeicher Geld? ein. Hier stehen nur die Messwerte.

Zitieren erwünscht

Alle Werte dürfen mit Quellenangabe übernommen werden: „Batteriespeicher-Report, Batteriespeicher in Deutschland: die Zahlen, Stand 01.10.2026“. Bei den eigenen Auswertungen (negative Stunden, FCR-Summen, aFRR-Monatsmittel, Tagesspreizung) bitte mit dem Zusatz „eigene Auswertung auf Basis von SMARD“ bzw. „… von regelleistung.net“ — die Behörden weisen diese Kennzahlen nicht selbst aus.

Bestand: Großbatteriespeicher im Marktstammdatenregister

Als Großbatteriespeicher gelten nach der Konvention der Bundesnetzagentur Stromspeicher mit einer Bruttoleistung über 999 kW — keine Legaldefinition und keine Registerkategorie, sondern eine Abgrenzung, die beim Zitieren mitgenannt werden muss. Filter im Register: Energieträger Speicher · Speichertechnologie Batterie · Betriebsstatus in Betrieb · Bruttoleistung ab 1 MW.

Quelle: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur), öffentliche erweiterte Einheitenübersicht · Abruf: . Abgrenzung: Batteriespeicher über 999 kW in Betrieb.

Bestand zum Abrufdatum
KennzahlWert
Registrierte Einheiten546
Bruttoleistung (MW)4.464,98
Nutzbare Kapazität (MWh)7.720,95
Größte Einheit (MW)174,24
Zubau nach Inbetriebnahmejahr
ZeitraumEinheitenLeistung MWKapazität MWhMedian MWStandorteBetreiber
2024 (vollständig)69522,04782,213,066860
2025 (vollständig)105838,021.700,753,0010591
2026 bis 1.10.20261851.810,433.754,644,00182160

Das laufende Jahr ist kein vollständiges Kalenderjahr. Registermeldungen können nachträglich korrigiert werden.

Was die Bestandszahl nicht sagt

Einheiten sind keine Projekte — ein Standort kann mehrere Einheiten führen. Enthalten sind auch Speicher an PV-Anlagen, nicht nur Standalone-Großspeicher. Das Register ist Betreiber-Selbstauskunft mit Meldeverzug und belegt den Registerstand, nicht die Vollständigkeit des Marktes. Die Schwelle ist scharf: „über 999 kW“ ergibt 546 Einheiten, „über 1.000 kW“ 510 (Abruf 01.10.2026).

Zubau 2025 und 2026

Der Zubau wird über das Inbetriebnahmedatum im Register gezählt, mit denselben Filtern wie der Bestand. 2026 hat bis zum 1. Oktober mehr Leistung und Kapazität zugebaut als das gesamte Jahr 2025.

Zwei Befunde stecken in der Tabelle. Erstens: Neue Anlagen sind auf rund zwei Stunden Speicherdauer ausgelegt — der Bestand kommt mit 1,73 Stunden aus einer Zeit, in der Regelleistung mit kurzer Speicherdauer im Vordergrund stand. Zweitens: 64 der 105 Einheiten von 2025 liegen unter 5 MW; die drei größten stellen nur 24 Prozent der Leistung. Für 2026 gilt dasselbe Muster: 110 der 185 Einheiten liegen unter 5 MW, die drei größten stellen 16 Prozent (Abruf 01.10.2026).

Warum dieselbe Jahreszahl wächst: Meldeverzug

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AbrufdatumEinheiten 2025MWMWh
01.01.202682664,31.331,0
01.03.202699792,41.612,2
01.06.2026104831,01.690,7
22.08.2026106839,01.707,6
04.09.2026106841,51.707,6
01.10.2026105838,01.700,7

Zwischen Januar und Oktober 2026 wuchs die für 2025 registrierte Leistung um 26 Prozent; 20,7 Prozent der 2025er Leistung wurde erst 2026 gemeldet. Registerwerte können auch sinken: Im Abruf vom 01.10.2026 stehen für 2025 105 statt 106 Einheiten. Für 2026 gilt der Meldeverzug ebenso: Der laufende Wert steigt weiter.

Marktstammdatenregister, dieselbe Abfrage zu sechs Zeitpunkten.

Zahlen aus verschiedenen Abrufdaten sind nicht vergleichbar

Wer Zubauzahlen zitiert, nennt das Abrufdatum. Ohne Datum ist eine Registerzahl nicht reproduzierbar — und ein Vergleich zweier Quellen ohne gleiches Datum misst den Meldeverzug, nicht den Markt.

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Was Behörde und Verband zählen

Neben der eigenen Registerabfrage gibt es zwei Auswertungen anderer Stellen — mit anderen Abgrenzungen und Stichtagen, deshalb nicht direkt vergleichbar, aber jede für sich zitierfähig.

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QuelleGrößeWertStandTyp
Bundesnetzagentur (MaStR-Auswertung)Batteriegroßspeicher in Betriebrund 2,4 GW / rund 3,2 GWh15.10.2025Messwert
Bundesnetzagenturzusätzlich geplantrund 5,0 GW / rund 10,4 GWh15.10.2025Planung — kein Ist-Wert
BVES, Branchenanalyse 2026Großbatteriespeicher, Bestand Ende 2025rund 4 GWh / rund 2,5 GW08.05.2026Branchenangabe
BVES, Branchenanalyse 2026Heimspeicher („Haushalt & Gebäude“)rund 20 GWh / rund 12,5 GW / rund 2,3 Mio. Systeme08.05.2026Branchenangabe
BVES, Branchenanalyse 2026Großspeicher, Prognose Ende 2026rund 9 GWh / rund 5 GW08.05.2026Prognose
Bundesnetzagentur, Fachseite Stromspeicher (Seitenstand 17.03.2026); BVES Branchenanalyse 2026, erstellt von 3Energie-Consulting, Zahlen im verlinkten Dokument (S. 8, S. 16).

Der Vergleich der Segmente stammt aus einer Quelle und einem Stichjahr: Heimspeicher rund 20 GWh gegen Großspeicher rund 4 GWh — Faktor fünf. Die 2,3 Millionen Heimsysteme enthalten Balkonspeicher; der rechnerische Mittelwert von 8,7 kWh je System ist deshalb keine typische Heimspeichergröße. Der MaStR-Wert von 7,72 GWh liegt über den 4 GWh des Verbands — andere Abgrenzung, anderer Stichtag, kein Widerspruch. Mehr zum Unterschied der Segmente: Großspeicher vs. Heimspeicher.

Strompreise am Day-Ahead-Markt

Großhandelspreis der Gebotszone Deutschland/Luxemburg, Day-Ahead, in EUR/MWh — Herausgeber SMARD (Bundesnetzagentur), Datenbasis ENTSO-E. Der Jahresdurchschnitt 2025 lag bei 89,32 EUR/MWh (8.760 Stundenwerte, lückenlos); 2026 liegt der laufende Durchschnitt bis 01.10. bei rund 108,0 EUR/MWh — eigene Berechnung aus 6.575 Stundenwerten, SMARD selbst veröffentlicht ein Jahresaggregat erst nach Jahresende.

Monatsdurchschnitte Day-Ahead, EUR/MWh
Monat20252026
Januar114,14110,09
Februar128,5296,58
März94,7399,29
April77,9478,52
Mai67,3497,54
Juni63,99109,52
Juli87,80105,45
August76,99126,89
September83,51144,82
Oktober84,40—
November101,88—
Dezember93,47—

Oktober 2026 wird erst als voller Monat eingetragen.

SMARD (Bundesnetzagentur), Monatswerte, aus der Stundenreihe unabhängig reproduziert; abgerufen 01.10.2026.

Ein ungewichtetes Stundenmittel ist kein Erlösmaß für einen Speicher — der verdient an der Streuung um den Mittelwert, nicht am Mittelwert. Was daraus für Erlöse folgt, steht in Strompreis-Entwicklung.

Die Streuung misst die folgende Tabelle als Tagesspreizung (TB2): je Tag das Mittel der zwei teuersten minus das Mittel der zwei billigsten Stunden. Im September 2026 lag sie im Mittel bei 211,82 EUR/MWh, rund 36 Prozent über dem September 2025 (155,48 EUR/MWh). Von März bis September lag 2026 jeder Monat über dem Vorjahresmonat, Januar und Februar darunter.

Tagesspreizung Day-Ahead (TB2), Monatsmittel, EUR/MWh
Monat20252026
Januar94,4069,34
Februar82,4559,93
März130,90148,57
April143,21170,88
Mai151,44173,09
Juni158,55201,69
Juli105,16158,41
August130,84169,97
September155,48211,82
Oktober102,13—
November80,01—
Dezember57,48—

Je Tag: Mittel der zwei teuersten minus Mittel der zwei billigsten Stunden; Monatswert = Mittel über alle Tage, kein Tag fehlt. Seit dem Viertelstunden-Handel (Liefertag 01.10.2025) ist der Stundenwert das Mittel der vier Viertelstunden — so bleibt 2026 mit 2025 vergleichbar; auf Viertelstundenbasis fiele die Spreizung größer aus. Oktober 2026 wird erst als voller Monat eingetragen.

Eigene Auswertung auf Basis von SMARD (Bundesnetzagentur), Stundenreihe Day-Ahead DE/LU, abgerufen 01.10.2026 — keine von der Behörde ausgewiesene Kennzahl.

Was die Spreizung nicht sagt

Die Spreizung beschreibt die Preisdifferenz, die ein Speicher mit zwei Stunden Speicherdauer bei einem Zyklus am Tag und perfekter Vorausschau nutzen könnte — ohne Rücksicht darauf, ob die billigen Stunden vor den teuren liegen. Nicht abgezogen sind Wirkungsgradverluste, Handels- und Vermarktungskosten und Zyklenbegrenzungen; der Intraday-Handel ist nicht enthalten. Leistung, die als Regelleistung vorgehalten wird, steht in dieser Zeit nicht für den Handel zur Verfügung.

Negative Preise 2025
Zählweise2025Anteil
Stunden unter 0 EUR/MWh573 von 8.7606,54 %
Viertelstunden unter 0 EUR/MWh2.299 von 35.0406,56 %
Stunden bei oder unter 0 EUR/MWh655 von 8.7607,48 %

Der Viertelstunden-Day-Ahead-Handel begann zum Liefertag 01.10.2025; davor wiederholt die Viertelstundenreihe den Stundenpreis. Mai (129) und Juni (141) tragen 270 der 573 negativen Stunden; Februar, November und Dezember 2025 hatten keine. Spannweite 2025: −250,32 bis +583,40 EUR/MWh.

Eigene Auswertung auf Basis von SMARD (Bundesnetzagentur), Stundenreihe 2025 — keine von der Behörde ausgewiesene Kennzahl.

Primärregelleistung (FCR): Leistungspreise

FCR wird in Vier-Stunden-Produkten ausgeschrieben, sechs je Tag; die Quelle nennt den Preis in EUR/MW je Produkt. Ein Jahreswert ist deshalb die Summe über 2.190 Zeitscheiben — wer mit 8.760 Stunden multipliziert, liegt um den Faktor vier zu hoch.

FCR-Leistungspreis, Regelblock Deutschland

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GrößeWertZeitraumTyp
Summe der Zuschlagspreise 2025133.041 EUR/MW (= 15,19 EUR/MW/h)01.01.–31.12.2025, 2.190 ZeitscheibenMesswert, eigene Summierung
Mittel je Zeitscheibe 202560,75 EUR/MW (Median 47,86; min 11,08; max 430,86)2025Messwert
Summe 01.01.–01.10.2025110.248 EUR/MW274 TageMesswert
Summe 01.01.–01.10.2026125.712 EUR/MW (+14,0 %)274 TageMesswert
Mittel je Zeitscheibe 202676,47 EUR/MW (Median 56,36)01.01.–01.10.2026Messwert

Die 274-Tage-Fenster sind untereinander vergleichbar, nicht mit dem Volljahr. Zwei Jahre sind kein Trend.

regelleistung.net, Datacenter — Zuschlagspreise Primärregelleistung, Regelblock Deutschland, tägliche Ausschreibung; eigene Summierung der Tagesergebnisse, abgerufen 01.10.2026.
FCR-Monatsmittel, EUR/MW je Vier-Stunden-Produkt
Monat20252026
Januar40,0139,20
Februar35,6234,39
März54,4266,44
April81,4691,79
Mai105,6992,84
Juni81,0596,55
Juli67,0988,42
August66,6185,87
September69,2190,10
Oktober62,21—
November37,70—
Dezember26,35—

Alle Monate aus den Tagesergebnissen berechnet (bisher September bis Dezember 2025 aus EUR/MW/h-Monatswerten zurückgerechnet). Dezember 2025 liegt bei 25 Prozent, November bei 36 Prozent des Mai-Niveaus. Oktober 2026 wird erst als voller Monat eingetragen.

regelleistung.net, Datacenter; Monatsmittel je Vier-Stunden-Produkt aus den Tagesergebnissen, abgerufen 01.10.2026.

Kein Erlös eines Speichers

Der Jahreswert unterstellt Zuschlag in allen 2.190 Zeitscheiben. Nicht abgezogen sind Zuschlagswahrscheinlichkeit, Präqualifikation, symmetrische Vorhaltung, Nichtverfügbarkeit, Vermarktervergütung und Poolung. Dezember 2025 lag 57 Prozent unter dem Jahresmittel; Einzelscheiben streuen um den Faktor 39. Wie Regelleistung in den Erlösmix eines Speichers eingeht: Wie verdient ein Batteriespeicher Geld?

Sekundärregelleistung (aFRR): Leistungspreise

Sekundärregelleistung (aFRR) wird am Vortag ausgeschrieben, in Vier-Stunden-Produkten je Richtung: positiv (der Speicher speist ein) und negativ (er nimmt Strom auf). Anders als bei FCR, wo alle Anbieter den höchsten bezuschlagten Preis erhalten, wird jedes aFRR-Angebot mit seinem eigenen Gebotspreis vergütet. regelleistung.net weist deshalb je Produkt Minimum, Mittel und Maximum der bezuschlagten Leistungspreise aus, in EUR/MW je Stunde. Die Tabelle zeigt je Monat das Mittel dieser Produkt-Mittelwerte.

Der positive Leistungspreis lag im September 2026 bei rund einem Drittel des Vorjahresmonats: 11,99 EUR/MW/h gegen 34,20 im September 2025. In jedem Monat des Jahres 2026 lag er unter dem Vorjahresmonat. Der negative Leistungspreis fiel im selben Vergleich von 27,37 auf 15,79. Angeboten wurden im September 2026 im Mittel 4.466 MW positive Leistung je Produkt, bezuschlagt 1.997 MW — ein Jahr zuvor 3.804 und 1.910 MW.

aFRR-Leistungspreis, Monatsmittel, EUR/MW/h

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Monatpositiv 2025positiv 2026negativ 2025negativ 2026
Januar12,619,524,862,64
Februar13,527,802,992,73
März12,1410,2611,2411,80
April15,5211,1519,6620,47
Mai20,649,7732,2022,91
Juni19,5415,4027,3218,16
Juli14,3810,6815,8118,18
August14,407,3718,9518,87
September34,2011,9927,3715,79
Oktober31,19—16,49—
November16,82—6,85—
Dezember10,57—3,41—

Ungewichtetes Mittel über alle Produkte des Monats, sechs je Tag und Richtung, kein Tag fehlt. Nach bezuschlagter Leistung gewichtet weicht der Monatswert um höchstens 1,37 EUR/MW/h ab (negativ, Mai 2025). Oktober 2026 wird erst als voller Monat eingetragen.

regelleistung.net, Datacenter — Ergebnisse der täglichen Leistungsausschreibung Sekundärregelleistung (aFRR); Monatsmittel der je Vier-Stunden-Produkt veröffentlichten mittleren Zuschlagspreise, eigene Berechnung, abgerufen 01.10.2026.

Kein Erlös eines Speichers

Das Mittel der Zuschläge ist nicht der Preis eines bestimmten Speichers: Jeder erhält seinen eigenen Gebotspreis, und wer zu teuer bietet, erhält keinen Zuschlag. Die Vergütung für abgerufene Energie (Regelarbeitsmarkt) ist hier nicht enthalten. Leistung, die als Regelleistung vorgehalten wird, steht in dieser Zeit nicht für den Handel zur Verfügung. Nicht abgezogen sind Präqualifikation, Zuschlagswahrscheinlichkeit, Nichtverfügbarkeit und Vermarktervergütung. Wie Regelleistung in den Erlösmix eines Speichers eingeht: Wie verdient ein Batteriespeicher Geld?

Netzentgelte: die geltende Regel und ihr Ablaufdatum

Nach § 118 Abs. 6 EnWG sind Batteriespeicher, die innerhalb von 18 Jahren ab dem 4. August 2011 in Betrieb gehen, für 20 Jahre ab Inbetriebnahme von den Netzentgelten befreit — allein für den Bezug der zu speichernden Energie, nicht für die Rückspeisung. Das Fenster für neue Anlagen endet damit im August 2029; die Höhe des vermiedenen Entgelts nennt das Gesetz nicht. Die Befreiung setzt voraus, dass Strom aus einem Transport- oder Verteilernetz entnommen und nach der Speicherung zeitversetzt wieder in dasselbe Netz eingespeist wird. Die Bundesnetzagentur hat am 6. August 2026 den Festlegungsentwurf zur Nachfolgeregelung (AgNes) zur Konsultation gestellt: Stellungnahmen bis 18.09.2026, Beschluss noch 2026 vorgesehen, neue Netzentgeltsystematik ab 01.01.2029. Der Entwurf knüpft den Vertrauensschutz an eine endgültige Investitionsentscheidung vor dem 01.01.2027 mit Nachweis bis 31.03.2027 — ein Entwurf, kein Beschluss. Die Einordnung für Investoren steht in Regulierung für Investoren.

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RegelWertStandTyp
Netzentgeltbefreiung § 118 Abs. 6 EnWG20 Jahre ab Inbetriebnahme · Inbetriebnahme bis August 2029 · nur BezugsseiteFassung vom 23.07.2026 (BGBl. 2026 I Nr. 226), abgerufen 22.08.2026geltendes Recht
AgNes-Festlegungsentwurf (BNetzA, GBK-25-01-1#3)Stellungnahmen bis 18.09.2026 · Beschluss 2026 vorgesehen · Wirkung ab 01.01.2029 · Vertrauensschutz bei Investitionsentscheidung vor 01.01.2027, Nachweis bis 31.03.2027Entwurf vom 06.08.2026Entwurf
gesetze-im-internet.de, § 118 EnWG; Bundesnetzagentur, Große Beschlusskammer Energie, Festlegungsentwurf AgNes und Pressemitteilung vom 06.08.2026.

Quellen und Methode

Register: Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur, öffentliche erweiterte Einheitenübersicht, Filter wie in Abschnitt 1 genannt, Abruf 01.10.2026. Strompreise: SMARD, Day-Ahead Deutschland/Luxemburg, Stundenreihe 2025 und 2026; Monatswerte von SMARD veröffentlicht und aus der Stundenreihe reproduziert; negative Stunden eigene Auszählung; Tagesspreizung (TB2) eigene Berechnung aus der Stundenreihe, Abruf 01.10.2026. Regelleistung: regelleistung.net, Datacenter, tägliche Zuschlagspreise Primärregelleistung, Regelblock Deutschland; Summen und Mittel eigene Berechnung. Sekundärregelleistung (aFRR): tägliche Leistungsausschreibung, je Vier-Stunden-Produkt der veröffentlichte mittlere Zuschlagspreis, Monatsmittel eigene Berechnung, Abruf 01.10.2026; das Vergütungsverfahren (FCR einheitlich zum höchsten bezuschlagten Preis, aFRR-Leistung zum eigenen Gebotspreis) beschreibt regelleistung.net unter „Ausschreibungs- und Gebotsverfahren“. Verband und Behörde: BVES Branchenanalyse 2026; Fachseite Stromspeicher der Bundesnetzagentur. Recht: § 118 EnWG in der amtlichen Fassung; AgNes-Festlegungsentwurf der Bundesnetzagentur.

Wie der Batteriespeicher-Report Quellen prüft und Rechner absichert, steht in der Methodik. Fehler oder neue Werte: Kontakt zur Redaktion.

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