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Fluchtende Reihen von Solarmodulen in hügeliger Landschaft bei Sonnenaufgang; rechts daneben eine lange Reihe Container.
AktuellesNewsStand: Juni 2026

Innovationsausschreibung: 100 Prozent der Gebote kombinieren Solar mit Speicher — Zuschlagswert stabil bei 5,34 ct/kWh

Die BNetzA hat die Ergebnisse der Innovationsausschreibung zum 1. Mai 2026 veröffentlicht: 482 MW Zuschläge, durchschnittlich 5,34 ct/kWh, Überzeichnung um 58 Prozent — und ausnahmslos jedes Gebot kombinierte Solar mit Speicher.

Batteriespeicher-ReportRedaktion

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Das Wichtigste in Kürze

  • Sämtliche 46 Gebote der Innovationsausschreibung zum 1. Mai 2026 kombinierten Solaranlagen mit Speichern — reine PV-Projekte traten gar nicht mehr an
  • 27 Gebote mit 482 MW erhielten den Zuschlag (ausgeschrieben: 475 MW); die Runde war mit 749 MW Geboten um rund 58 Prozent überzeichnet
  • Der mengengewichtete Zuschlagswert blieb mit 5,34 ct/kWh stabil (Vorrunde: 5,31 ct/kWh) — planbare Erlösbasis für Kombi-Projekte
  • Bayern dominiert mit 287 MW aus 15 Zuschlägen; die nächste Runde folgt zum 1. September 2026

Die Bundesnetzagentur hat am 25. Juni 2026 die Ergebnisse der Innovationsausschreibung zum Gebotstermin 1. Mai bekannt gegeben — und eine Zahl sticht heraus: „Sämtliche Gebote bezogen sich auf Anlagenkombinationen von Solaranlagen und Speichern." 100 Prozent. Kein einziges Projekt trat ohne Speicher an. Was vor drei Jahren die innovative Ausnahme war, ist im Förderregime zum Standard geworden.

Die Zahlen der Runde

Ausgeschrieben waren 475 MW. Eingereicht wurden 46 Gebote über 749 MW — eine Überzeichnung um rund 58 Prozent, die das anhaltend hohe Wettbewerbsniveau zeigt. Den Zuschlag erhielten 27 Gebote mit zusammen 482 MW; zwei Gebote wurden ausgeschlossen.

KennzahlGT 01.05.2026Vorrunde (Sept. 2025)
Ausgeschriebene Menge475 MW
Gebote46 (749 MW)
Zuschläge27 (482 MW)
Ø Zuschlagswert (mengengewichtet)5,34 ct/kWh5,31 ct/kWh
Zuschlagsspanne4,75–5,61 ct/kWh
Speicher-Anteil der Gebote100 %

Der mengengewichtete Zuschlagswert von 5,34 ct/kWh (Spanne 4,75 bis 5,61 ct/kWh, zulässiger Höchstwert 7,13 ct/kWh) hält das Niveau der Vorrunde nahezu exakt. Regional dominiert Bayern mit 287 MW aus 15 Zuschlägen — mit weitem Abstand vor Schleswig-Holstein (53 MW) und Brandenburg (51 MW).

Warum kein Projekt mehr ohne Speicher antritt

Die Innovationsausschreibung vergibt eine fixe Marktprämie auf den eingespeisten Strom — und belohnt damit Anlagen, die ihre Einspeisung steuern können. Nach 299 negativen Strompreis-Stunden allein im ersten Halbjahr ist die Logik zwingend: Ein Solarpark, der mittags in negative Preise einspeisen muss, verliert Geld; ein Solarpark mit Speicher verschiebt die Einspeisung in die Abendstunden und nimmt die Prämie auf werthaltigen Strom mit. Die Ausschreibungsergebnisse sind damit der förderpolitische Spiegel dessen, was der Spotmarkt längst eingepreist hat.

Für die Speicherbranche bedeutet das einen strukturell wachsenden Absatzkanal: Jedes bezuschlagte Kombi-Projekt braucht Batteriekapazität — die 482 MW dieser Runde ziehen den Speicherzubau der Jahre 2027/2028 nach sich. Zusammen mit der zweiten Runde im September (Gesamtvolumen 2026: 950 MW) entsteht eine planbare Projektpipeline.

Einordnung für Speicher-Investoren

Die Innovationsausschreibung betrifft geförderte Kombi-Projekte — das typische IAB-Batteriespeicher-Investment läuft dagegen förderfrei über Markterlöse. Relevant sind die Ergebnisse trotzdem, aus zwei Gründen: Erstens zeigen stabile Zuschlagswerte bei 58 Prozent Überzeichnung, dass professionelle Projektierer die Erlösaussichten der Asset-Klasse weiterhin positiv kalkulieren. Zweitens verschiebt jedes geförderte Kombi-Projekt zusätzliche Speicherkapazität in genau die Mittagsfenster, in denen auch Merchant-Speicher laden — der Wettbewerb um die Arbitrage-Spreads wächst mit jeder Runde. Wie sich das auf die Renditerechnung auswirkt, zeigt die Analyse zum Erlösdruck.

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