Aus den Investitionssummen, die Betreiber für Großbatteriespeicher in Deutschland veröffentlicht haben, ergeben sich rund 575.000 bis 1.000.000 Euro je Megawatt (MW) Leistung und rund 210 bis 350 Euro je Kilowattstunde (kWh) Kapazität. Anlagen mit etwa zwei Stunden Speicherdauer liegen eng beieinander: 329 bis 346 Euro je kWh, das sind 329.000 bis 346.000 Euro je Megawattstunde (MWh).
Das ist eine eigene Rechnung aus sieben Projektsummen der Jahre 2022 bis 2026 — aus Unternehmensangaben, bei einem Projekt nur über einen Pressebericht belegt, mit geplanten Summen statt Abrechnungen. Keine der Mitteilungen sagt, was die Summe im Einzelnen enthält. Die Zahlen sind deshalb Anhaltspunkte, keine Preisliste.
Diese Seite zeigt jede Summe mit Quelle und Datum, stellt daneben, was Studien ansetzen, und sagt offen, wofür es keine belegten Zahlen gibt — etwa für kleine Anlagen mit 1 MW oder 1 MWh. Wie viele Großspeicher in Deutschland in Betrieb sind und welche Preise sie am Markt vorfinden, steht auf der Seite Batteriespeicher in Deutschland: die Zahlen.
Stand und Lesart
Stand der Erhebung: 03.10.2026. Alle Werte je MW und je kWh sind eigene Rechnungen: Investitionssumme geteilt durch Leistung oder Kapazität, beides jeweils aus derselben Fundstelle. Dollar-Werte aus Studien bleiben in US-Dollar und werden nicht umgerechnet.
Großspeicher-Kosten in Deutschland: veröffentlichte Projektsummen
Sieben Projekte, für die eine Investitionssumme zusammen mit der Leistung veröffentlicht wurde — bei fünf davon auch die Kapazität. Jede Zeile stützt sich auf genau eine Fundstelle. Stammt die Summe nicht aus einer Mitteilung des Betreibers selbst, steht das in der Zeile.
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| Projekt | Leistung und Kapazität | Summe laut Quelle | Euro je MW | Euro je kWh | Quelle |
|---|---|---|---|---|---|
| RWE, Gundremmingen | 400 MW · 700 MWh | rund 230 Mio. Euro | rund 575.000 | rund 329 | RWE, Pressemitteilung 29.10.2025 |
| Westfalen Weser, Würgassen | zunächst 120 MW · 280 MWh | rund 92 Mio. Euro | rund 767.000 | rund 329 | Westfalen Weser, Pressemitteilung 19.03.2024 |
| Green Flexibility und Enertrag, Tantow | 60 MW · 130 MWh | rund 45 Mio. Euro — nur laut Pressebericht | rund 750.000 | rund 346 | Nordkurier, 21.02.2026 (Regionalpresse); die Mitteilung der Unternehmen vom 19.05.2025 nennt keine Summe |
| Stadtwerke Villingen-Schwenningen, zwei Anlagen | bis zu 15 MW · 30 MWh | rund 10 Mio. Euro | mindestens rund 667.000 | rund 333 | ADVANT Beiten, Pressemitteilung 05.02.2026 (beratende Kanzlei der Stadtwerke) |
| LichtBlick, Röhrsdorf bei Chemnitz | rund 100 MW · vier Stunden | 100 Mio. Euro | rund 1.000.000 | 213 bis 250 | LichtBlick, Pressemitteilung 20.10.2025 |
| TotalEnergies (Kyon Energy), sechs Anlagen | 221 MW · Kapazität nicht genannt | 160 Mio. Euro | rund 724.000 | – | TotalEnergies, Pressemitteilung 26.03.2025 |
| RWE, Neurath und Hamm | 220 MW · „über eine Stunde“ | rund 140 Mio. Euro | rund 636.000 | – | RWE, Pressemitteilung 07.11.2022 |
Euro je MW und Euro je kWh: eigene Rechnung, gerundet. Villingen-Schwenningen: Die Quelle nennt „bis zu 15 MW“, der Wert je MW ist deshalb eine Untergrenze. LichtBlick: Die Mitteilung nennt rund 100 MW, vier Stunden Speichertiefe und 84 Container mit je bis zu 5,6 MWh — das ergibt rund 400 bis höchstens 470,4 MWh und damit 213 bis 250 Euro je kWh.
Was die Tabelle zeigt. Die vier Projekte mit rund zwei Stunden Speicherdauer — Gundremmingen, Würgassen, Tantow und Villingen-Schwenningen — liegen zwischen 329 und 346 Euro je kWh, obwohl ihre Kapazität von 30 bis 700 MWh reicht. Ein Preisvorteil der großen Anlagen ist in diesen Summen nicht zu erkennen. Das heißt nicht, dass es ihn nicht gibt: Die Summen stammen aus verschiedenen Jahren und haben keinen einheitlichen Umfang.
Was sie nicht zeigt.
- Geplant, nicht abgerechnet. Es sind Summen, die bei Planung, Investitionsentscheidung, Vertragsschluss oder Baustart genannt wurden. Was die Anlagen am Ende gekostet haben, ist nicht veröffentlicht.
- Umfang offen. Keine der Mitteilungen schlüsselt auf, ob Netzanschluss, Baukostenzuschuss, Grundstück oder Projektentwicklung enthalten sind. Streng vergleichbar sind die Zeilen deshalb nicht.
- Standort. Gundremmingen nutzt laut RWE den bestehenden Netzanschluss des Kernkraftwerks, das zurückgebaut wird. Würgassen entsteht laut Westfalen Weser an einem früheren Kernkraftwerksstandort mit Umspannwerk und Leitungen, Tantow laut Nordkurier in direkter Nähe zu einem Umspannwerk von Enertrag.
- Auswahl. In der Tabelle stehen nur Projekte, deren Summe öffentlich genannt ist. Wer eine Summe nennt und wer nicht, ist kein Zufall — ein Durchschnitt des Marktes ist das nicht.
Kosten pro MW oder pro MWh: warum beide Zahlen auseinanderlaufen
Ein Batteriespeicher hat zwei Größen: die Leistung in MW — wie viel Strom er gleichzeitig aufnehmen oder abgeben kann — und die Kapazität in MWh — wie viel Energie er fasst. Kapazität geteilt durch Leistung ergibt die Speicherdauer. Je nachdem, durch welche Größe man die Investition teilt, wirkt dasselbe Projekt teuer oder günstig.
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| Projekt | Speicherdauer | Euro je MW | Euro je kWh |
|---|---|---|---|
| RWE, Gundremmingen | 1,75 Stunden (700 MWh ÷ 400 MW) | rund 575.000 — niedrigster Wert der Tabelle | rund 329 |
| LichtBlick, Röhrsdorf | vier Stunden laut Mitteilung | rund 1.000.000 — höchster Wert der Tabelle | 213 bis 250 — niedrigster Wert der Tabelle |
Der Grund: Ein Teil der Anlage wächst mit der Leistung, etwa die Leistungselektronik und der Netzanschluss. Der andere Teil wächst mit der Kapazität — vor allem die Batteriecontainer. Die Denkfabrik Ember beschreibt es in ihrer Kostenanalyse vom Dezember 2025 so: Mehrere Komponenten werden nach Leistung ausgelegt, nicht nach Energie, und ihre Kosten verteilen sich bei längerer Dauer auf mehr Speicherstunden. Für Vier-Stunden-Projekte nennt Ember deshalb 10 bis 15 Prozent niedrigere Ausrüstungskosten.
Welche Zahl vergleichen? Wer Projekte oder Angebote nebeneinanderlegt, nimmt den Preis je kWh — und vergleicht nur Anlagen mit ähnlicher Speicherdauer. Ein Preis je MW ohne Angabe der Dauer sagt wenig: Hinter einem MW können eine, zwei oder vier Stunden Batterie stehen.
Was Studien und Verbände ansetzen
Studienwerte liegen teils weit unter, teils über den deutschen Projektsummen. Das ist kein Widerspruch — sie messen Verschiedenes: einen Batteriepack, eine Modellannahme für 2029, internationale Ausschreibungen oder Speicher an Solarparks.
| Quelle und Datum | Wert | Wofür er gilt |
|---|---|---|
| Fraunhofer ISE, Stromgestehungskosten, Juli 2024 | 400 bis 600 Euro je kWh (2024); 225 bis 473 Euro je kWh (2035) | Batteriespeicher an PV-Freiflächenanlagen ab 1 MWp; je kWh Nutzkapazität, mit Installation, ohne Mehrwertsteuer; Annahme der Studie |
| enervis für BVES und ECO STOR, Expertenaustausch der Bundesnetzagentur, 30.01.2026 | 400 Euro je kW Investition plus 100 Euro je kW Baukostenzuschuss | Modellannahme: Zwei-Stunden-Speicher, Inbetriebnahme 2029; Vortrag eines Branchenverbands und eines Speicherunternehmens im Netzentgeltverfahren |
| Ember, 11.12.2025 | rund 125 US-Dollar je kWh gesamt: rund 75 für die Kernausrüstung, rund 50 für Bau und Netzanschluss | Großprojekte ab vier Stunden in Märkten außerhalb Chinas und der USA, Stand Oktober 2025; gestützt auf Ausschreibungen in Italien, Saudi-Arabien und Indien sowie Experteninterviews |
| BloombergNEF, 09.12.2025 | 70 US-Dollar je kWh, 45 Prozent weniger als 2024 | Batteriepacks für stationäre Speicher laut Preiserhebung 2025 — Preis des Packs, nicht der Anlage |
| C.A.R.M.E.N. e.V. in top agrar, 06.03.2025 | 150 bis 350 Euro je kWh | Vier-Stunden-System; Einschätzung eines Experten des Vereins auf eine Leserfrage |
Dollar-Werte sind nicht umgerechnet. Das enervis-Modell entspricht bei zwei Stunden Speicherdauer 200 Euro je kWh, mit Baukostenzuschuss 250 Euro je kWh (eigene Rechnung aus derselben Folie).
Der Batteriepack ist nur ein Teil der Anlage. BloombergNEF nennt in seiner Preiserhebung 2025 für Batteriepacks in stationären Speichern 70 US-Dollar je kWh. Zwischen diesem Wert und den 329 bis 346 Euro je kWh der deutschen Zwei-Stunden-Projekte liegt ein großer Abstand. Er entfällt auf alles, was aus Batteriepacks eine angeschlossene Anlage macht — Container, Leistungselektronik, Bau, Netzanschluss, Entwicklung — und auf den Zeitpunkt des Einkaufs. Der Wert einer Erhebung ist zudem kein Einkaufspreis eines einzelnen deutschen Projekts: Über alle Anwendungen lagen die Packpreise in Europa laut BloombergNEF 56 Prozent über denen in China.
Warum Ember so viel niedriger liegt. Die Quellen selbst nennen drei Unterschiede. Erstens die Dauer: Ember beziffert Projekte ab vier Stunden, die meisten deutschen Projekte der Tabelle haben rund zwei. Zweitens der Umfang: Ember setzt voraus, dass die Fläche gestellt oder günstig gekauft wird, und nennt für Bau und Netzanschluss eine Spanne von 30 bis 100 US-Dollar je kWh. Drittens der Zeitpunkt: Embers Wert gilt für Oktober 2025, die deutschen Summen stammen aus Mitteilungen der Jahre 2022 bis 2026 — in einem Markt, in dem der Packpreis binnen eines Jahres um 45 Prozent fiel. Wie viel jeder dieser Punkte ausmacht, lässt sich aus den veröffentlichten Angaben nicht aufteilen.
Warum Fraunhofer ISE höher liegt. Die 400 bis 600 Euro je kWh sind eine Annahme für Speicher, die zusammen mit einer PV-Freiflächenanlage gebaut werden, aus einer Studie vom Juli 2024. Für 2035 nimmt dieselbe Studie 225 bis 473 Euro je kWh an.
Was der enervis-Wert ist. Eine Modellannahme für einen Speicher, der 2029 in Betrieb geht — vorgetragen von Vertretern des Bundesverbands Energiespeichersysteme (BVES) und des Unternehmens ECO STOR im Verfahren der Bundesnetzagentur zu Speichernetzentgelten, also von einer Seite mit eigenem Interesse an dessen Ausgang. Der Wert zeigt, womit die Branche für neue Projekte rechnet; eine gemessene Projektsumme ist er nicht.
Was kostet ein Speicher mit 1 MW, 2 MW, 1 MWh oder 10 MWh?
Für diese Größen gibt es keine veröffentlichte Kostenreihe. Die kleinsten Anlagen mit veröffentlichter Summe in unserer Tabelle sind die beiden Speicher der Stadtwerke Villingen-Schwenningen mit zusammen bis zu 15 MW und 30 MWh. Eine Staffel „Kosten nach Größe“ stellen wir deshalb nicht auf — sie wäre eine Annahme, keine Messung.
Belegt ist für kleinere Anlagen dreierlei:
- Ein einzelnes Angebot. In einer Leserfrage an top agrar (06.03.2025) schildert ein Betreiber ein Angebot über einen Speicher mit 4,07 MWh Kapazität und 1,5 MW Leistung für etwa 800.000 Euro zuzüglich Fundament, Kabel und Wegebau; er kommt nach eigener Rechnung insgesamt auf etwa 200 Euro je kWh. Im Leserbrief sind die beiden Einheiten vertauscht.
- Eine Spanne für Vier-Stunden-Systeme. Der Experte von C.A.R.M.E.N. e.V. nennt in seiner Antwort 150 bis 350 Euro je kWh und hält das Angebot für passend. Er weist darauf hin, dass sich bei sehr großen Speichern über 100 MWh viele Fixkosten relativieren, die bei kleineren stärker zu Buche schlagen.
- Eine Studienannahme für Speicher an Solarparks. Fraunhofer ISE setzt für Batteriespeicher an PV-Freiflächenanlagen ab 1 MWp 400 bis 600 Euro je kWh an (Juli 2024, je kWh Nutzkapazität, mit Installation, ohne Mehrwertsteuer).
Zwischen 150 und 600 Euro je kWh liegt der Faktor vier. Wer nach „2 MW Speicher Kosten“ sucht, braucht deshalb zuerst die zweite Angabe — die Kapazität in MWh — und dann ein konkretes Angebot. Ember merkt an, dass kleinere Projekte bei chinesischen Herstellern möglicherweise nicht dieselben Preise bekommen wie große.
Worin sich Großspeicher von Gewerbe- und Heimspeichern unterscheiden, zeigt der Vergleich Großspeicher vs. Heimspeicher.
Was die Kosten treibt: Batterie, Bau, Netzanschluss, Baukostenzuschuss
Eine Projektsumme besteht aus mehr als Batterien. Die folgenden Blöcke sind in den Quellen belegt — beziffert sind nur einige.
| Kostenblock | Was belegt ist | Quelle |
|---|---|---|
| Kernausrüstung: Batteriecontainer, Leistungselektronik, Steuerung | Rund 75 US-Dollar je kWh bei Lieferung aus China, für Projekte ab vier Stunden in Ländern mit niedrigen Einfuhrzöllen. Der Batteriepack allein: 70 US-Dollar je kWh laut Preiserhebung 2025. | Ember, 11.12.2025; BloombergNEF, 09.12.2025 |
| Bau und Netzanschluss | Typisch rund 50 US-Dollar je kWh, Spanne 30 bis 100 US-Dollar je kWh. Die größte Schwankung kommt aus den Netzanschlusskosten. | Ember, 11.12.2025 |
| Baukostenzuschuss an den Netzbetreiber | Netzbetreiber dürfen ihn für Batteriespeicher nach dem Leistungspreismodell erheben; der Bundesgerichtshof hat das am 15.07.2025 gebilligt (EnVR 1/24). Das enervis-Modell setzt 100 Euro je kW an, zusätzlich zu 400 Euro je kW Investition. | Bundesgerichtshof, Pressemitteilung 129/2025; Expertenaustausch der Bundesnetzagentur, 30.01.2026 |
| Grundstück | Ember setzt voraus, dass die Fläche gestellt oder günstig gekauft wird. Für Deutschland nennt keine der ausgewerteten Quellen einen Betrag. | Ember, 11.12.2025 |
| Projektentwicklung und Genehmigung | In keiner der ausgewerteten Quellen beziffert. | – |
| Zeitpunkt des Einkaufs | Der Preis für Batteriepacks in stationären Speichern fiel 2025 um 45 Prozent gegenüber 2024. | BloombergNEF, 09.12.2025 |
Vorhandener Netzanschluss. Zwei Projekte der Tabelle entstehen an früheren Kernkraftwerksstandorten: Gundremmingen nutzt laut RWE den bestehenden Netzanschluss, Würgassen laut Westfalen Weser das vorhandene Umspannwerk samt Leitungen. Je MW hat Gundremmingen den niedrigsten Wert der Tabelle und Würgassen den zweithöchsten; je kWh liegen beide gleichauf bei rund 329 Euro. Was ein vorhandener Anschluss erspart, lässt sich aus den Summen nicht ablesen.
Baukostenzuschuss. Das ist eine Zahlung an den Netzbetreiber für den Netzanschluss. Im Fall, den der Bundesgerichtshof entschied, hatte der Netzbetreiber ihn nach dem örtlichen Leistungspreis berechnet; der Speicher hatte 1.725 kW Leistung und 3.450 kWh Kapazität. Der Anschluss wird laut Gericht umso teurer, je höher der Leistungsbedarf ist — der Zuschuss hängt also an der Leistung und am Ort. Im enervis-Modell sind es 100 Euro je kW — bei zwei Stunden Speicherdauer 50 Euro je kWh. Ob die veröffentlichten Projektsummen einen Baukostenzuschuss enthalten, sagen die Mitteilungen nicht.
Laufende Kosten: was belegt ist
Zu den Betriebskosten von Großspeichern ist wenig veröffentlicht. Das enervis-Modell für BVES und ECO STOR nennt „Betriebskosten (OPEX) 12 €/kWh“ — die Folie sagt nicht, auf welchen Zeitraum sich der Wert bezieht. Wir rechnen damit nicht weiter und setzen keine eigenen Annahmen an.
Welche laufenden Posten zu einem Angebot gehören, behandeln die Seiten Versteckte Kosten im Angebot und Wartungsvertrag prüfen.
Für Anleger: den Preis im eigenen Angebot einordnen
Wer als Anleger einen Speicher oder einen Anteil daran kauft, kann den Preis in zwei Schritten einordnen:
- Preis je kWh ausrechnen. Nettokaufpreis geteilt durch die Kapazität der eigenen Einheit in kWh.
- Danebenhalten. Die veröffentlichten Projektsummen mit rund zwei Stunden Speicherdauer liegen bei 329 bis 346 Euro je kWh.
Ein Abstand nach oben oder unten ist kein Urteil über das Angebot. Die Projektsummen sind angekündigte Investitionen ganzer Anlagen, ihr Umfang ist nicht offengelegt. Ein Angebot für Anleger kann Leistungen enthalten, die dort fehlen — oder umgekehrt. Der Abstand ist der Anlass für Fragen an den Anbieter:
- Was ist im Preis enthalten: Netzanschluss, Baukostenzuschuss, Grundstück oder Pacht, Projektentwicklung, Genehmigung, Inbetriebnahme?
- Welche Leistung in kW und welche Kapazität in kWh hat meine Einheit — und ist die nutzbare oder die installierte Kapazität gemeint? Laut Ember legen Hersteller die installierte Kapazität üblicherweise mindestens 10 Prozent größer aus als die nutzbare.
- Wann wurden die Batterien eingekauft, und zu welchem Preisstand?
- Welcher Teil des Preises entfällt auf Vertrieb, Konzeption und Marge des Anbieters?
Weitere Prüffragen stehen in Batteriespeicher-Angebot prüfen. Angaben zu einzelnen Anbietern finden Sie im Anbieter-Vergleich, eigene Rechnungen ermöglichen die Rechner.
Information, keine Anlageberatung
Diese Seite ist allgemeine Information und keine Anlageberatung. Ein niedriger Preis je kWh sagt nichts über Erlöse, Vertragsqualität oder Risiken eines Angebots — ein hoher ebenso wenig.
Häufige Fragen zu Großspeicher-Kosten
Kompakte Antworten auf die Fragen, die uns zu diesem Thema am häufigsten erreichen.
Aus sieben veröffentlichten Investitionssummen deutscher Großbatteriespeicher (2022 bis 2026) ergeben sich rund 575.000 bis 1.000.000 Euro je MW Leistung und rund 210 bis 350 Euro je kWh Kapazität. Das größte Projekt der Tabelle, der Speicher von RWE in Gundremmingen mit 400 MW und 700 MWh, ist mit rund 230 Millionen Euro angekündigt. Es sind geplante Summen aus Unternehmensangaben; was sie enthalten, ist nicht offengelegt.
Die vier veröffentlichten Projekte mit rund zwei Stunden Speicherdauer liegen bei 329 bis 346 Euro je kWh, das Vier-Stunden-Projekt von LichtBlick bei 213 bis 250 Euro je kWh (eigene Rechnung aus den Projektsummen). Studien setzen je nach Abgrenzung zwischen rund 125 US-Dollar je kWh (Ember, internationale Vier-Stunden-Projekte) und 400 bis 600 Euro je kWh (Fraunhofer ISE, Speicher an PV-Freiflächenanlagen) an.
Der Preis je MWh ist der Preis je kWh mal tausend: 329 bis 346 Euro je kWh entsprechen 329.000 bis 346.000 Euro je MWh Kapazität. So viel ergeben die veröffentlichten Summen der deutschen Projekte mit rund zwei Stunden Speicherdauer.
Zwischen rund 575.000 Euro je MW (RWE in Gundremmingen, 1,75 Stunden Speicherdauer) und rund 1.000.000 Euro je MW (LichtBlick in Röhrsdorf, vier Stunden). Der Preis je MW hängt stark an der Speicherdauer: Je mehr Stunden ein Speicher seine Leistung halten kann, desto mehr Batterien stehen hinter jedem MW.
Dafür gibt es keine veröffentlichte Kostenreihe. Belegt sind ein einzelnes Angebot über 4,07 MWh für etwa 800.000 Euro zuzüglich Fundament, Kabel und Wegebau (top agrar, 06.03.2025), die Spanne von 150 bis 350 Euro je kWh für Vier-Stunden-Systeme (C.A.R.M.E.N. e.V.) und die Studienannahme von 400 bis 600 Euro je kWh für Speicher an PV-Freiflächenanlagen (Fraunhofer ISE, Juli 2024).
Batteriecontainer, Leistungselektronik und Steuerung, dazu Bau und Netzanschluss. In Deutschland kann ein Baukostenzuschuss an den Netzbetreiber hinzukommen; der Bundesgerichtshof hat ihn am 15.07.2025 gebilligt (EnVR 1/24). Ember beziffert für internationale Großprojekte rund 75 US-Dollar je kWh für die Kernausrüstung und rund 50 US-Dollar je kWh für Bau und Anschluss. Grundstück, Entwicklung und Genehmigung sind in den ausgewerteten Quellen nicht beziffert.
Die Batteriepreise fallen: BloombergNEF nennt in seiner Preiserhebung 2025 für Batteriepacks in stationären Speichern 70 US-Dollar je kWh, 45 Prozent weniger als 2024. Fraunhofer ISE nimmt für Speicher an PV-Freiflächenanlagen bis 2035 einen Rückgang von 400 bis 600 auf 225 bis 473 Euro je kWh an. Wie schnell das bei deutschen Projektsummen ankommt, zeigen erst künftige Mitteilungen.
Quellen und Methode
Projektsummen: Je Zeile eine Fundstelle, die Leistung, Kapazität (soweit genannt) und Summe gemeinsam trägt; Euro je MW und je kWh sind eigene Rechnungen daraus. Fünf Zeilen stammen aus Mitteilungen der Unternehmen selbst (RWE zweimal, Westfalen Weser, LichtBlick, TotalEnergies), eine aus der Mitteilung der beratenden Kanzlei (ADVANT Beiten für die Stadtwerke Villingen-Schwenningen), eine aus der Presse (Nordkurier für Tantow). Für Tantow nennt die Mitteilung der Unternehmen vom 19.05.2025 Leistung und Kapazität, aber keine Summe; die 45 Millionen Euro stehen nur im Pressebericht. Nicht aufgenommen sind Projekte, für die wir keine belegte Summe gefunden haben.
Studien und Fachquellen: Fraunhofer ISE, Studie „Stromgestehungskosten Erneuerbare Energien“, Juli 2024, Tabelle 8; Vortrag von BVES und ECO STOR beim Expertenaustausch der Bundesnetzagentur zu Speichernetzentgelten am 30.01.2026, Folie 7 (Annahmen von enervis); Ember, „How cheap is battery storage?“, 11.12.2025; BloombergNEF, Pressemitteilung vom 09.12.2025; top agrar, Leserfrage vom 06.03.2025. Werte wie in den Quellen, Dollar-Werte nicht umgerechnet.
Recht: Bundesgerichtshof, Pressemitteilung Nr. 129/2025 zum Beschluss vom 15.07.2025, EnVR 1/24.
Alle Quellen abgerufen am 03.10.2026.
Pflege: Die Seite wird ergänzt, wenn neue Projektsummen veröffentlicht werden. Die jährliche Preiserhebung von BloombergNEF erschien 2025 am 9. Dezember; mit der nächsten Ausgabe prüfen wir die Studienwerte neu.
Wie der Batteriespeicher-Report Quellen prüft, steht in der Methodik. Fehler oder neue Werte: Kontakt zur Redaktion.



